Aktuelles

19.05.2022

Entrepreneurship Education für eine starke Gründerkultur

Geschäftsführerin Dr. Kerstin Vorberg reist zum Abgeordnetengespräch nach Berlin

Viele der großen innovativen Geschäftsideen stammen aus den USA. Doch warum leben dort so viele Gründerinnen und Gründer? Ein Grund dafür ist, dass Entrepreneurship Education in US-amerikanischen Schulen einen festen Bestandteil im Lehrplan hat. Diverse Global Entrepreneurship Monitor-Berichte zeigen, dass in Ländern, in denen Entrepreneurship Education bereits früh großgeschrieben wird, auch deutlich mehr gegründet wird. In Deutschland sehen wir daher großes Potenzial – mit einer Gründungsquote von lediglich 4,8 Prozent sind wir davon überzeugt, dass viele Ideen und Innovationen nur darauf warten, umgesetzt zu werden. Wir als IW JUNIOR gGmbH schaffen dafür bereits Rahmenbedingungen. Aber es braucht in Deutschland noch viel mehr Möglichkeiten.

Eines unserer Ziele als IW JUNIOR gGmbH ist deshalb, Entrepreneurship Education in die Schulen zu bringen – und das bereits seit 1994. Dass der Wunsch nach Einblicken und Erfahrungen in das Gründertum groß ist, zeigen unsere aktuellen Zahlen: Im Schuljahr 2021/2022 haben Schülerinnen und Schüler durch unsere JUNIOR Schülerfirmenprogramme zum ersten Mal über 1.000 Schülerfirmen gegründet. Und die Jugendlichen beweisen dort eine Vielfalt an Ideen, die sie somit ausprobieren und entwickeln können.

Für uns ist das ein Grund, unsere Version „Entrepreneurship Education stärken“ fokussierter nach außen zu tragen. Nach einem Abgeordnetentalk mit Delegierten des Deutschen Bundestags gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Februar 2022 ist unsere Geschäftsführerin Dr. Kerstin Vorberg nun nach Berlin gereist, um mit Abgeordneter Johannes Arlt, Mitglied des Deutschen Bundestages[1], unter anderem über die Relevanz und die Chancen von Entrepreneurship Education und Gründungsförderung zu sprechen.

Beide waren sich schnell einig: Um die Gründungslandschaft zu beleben, müssen Heranwachsende frühzeitig Erfahrungen sammeln und gefördert werden. Die Schülerfirmen sind hier ein erster Schritt. Sowohl regional als auch bundesweit sind Entrepreneurship Education, Start-up-Spirit und Schulprojekte im Bereich Wirtschaft unabdingbar, um wirtschaftliche Zusammenhänge praxisnah erlebbar zu machen und für Wirtschaftsthemen zu begeistern. Zudem werden dabei Grundprinzipien unternehmerischen Denkens und Handelns vermittelt, die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen gefördert und unternehmerische Selbstständigkeit als berufliche Chance aufgezeigt.

Schülerinnen und Schüler sind die Gründerinnen und Gründer von Morgen. Daher hat ein frühzeitiger Kontakt zu Entrepreneurship Education und dem Gründungsgedanken eine maßgebliche Wirkung auf Deutschland als zukunftssicheren Wirtschaftsstandort. Ergänzend zur Entrepreneurship Education in der Schulzeit helfen Brücken zum nächsten Bildungsabschnitt, wie zum Beispiel zur Ausbildung dabei, Erlerntes zu festigen und zu vertiefen. Darüber hinaus erhöhen sie die Wirksamkeit der Angebote und gestalten diese nachhaltiger.

Wir ermutigen junge Menschen, sich auszuprobieren und ihre Stärken kennenzulernen und zu entwickeln (Empowering Youth). Denn wir glauben, dass alle Menschen die (Wirtschafts-)Welt mit fundiertem Wissen und Einfallsreichtum mutig und bewusst gestalten können – inspiriert durch die Kraft des eigenen Handelns.

Auch die aktuelle Bundesregierung ist sich der Relevanz der Gründungsförderung bewusst und schreibt sich das Thema auf die Fahne. Sie halten in ihrem Koalitionsvertrag fest:

 

  • „Wir schaffen neues Zutrauen in Gründergeist, Innovation und Unternehmertum.“ […] (S.30)
  • „Wir wollen auch Schülerfirmen als Bestandteil von Bildung für Nachhaltige Entwicklung fördern.“ […] (S.98)

 

Wir danken Herrn Abgeordneten Arlt für seine Zeit und den offenen Austausch.

 


[1] Abgeordneter Johannes Arlt ist Mitglied des Deutschen Bundestags, ordentliches Mitglied im Wirtschaftsausschuss sowie Verteidigungsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss. Zudem vertritt er den Wahlkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern.

 


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